Die Erfolgsgeschichte der Glattalbahn geht weiter

Glattalbahn wird nach Kloten verlängert

Letztes Jahr transportierten die Glattalbahn-Linien 10 (Abschnitt Leutschenbach – Flughafen) und 12 auf ihrem 12,7 km langen Streckennetz mehr als 8 Millionen Fahrgäste. Seit der Inbetriebnahme 2010 sind die Fahrgastzahlen um rund 50 Prozent gestiegen. Die Glattalbahn leistet somit einen unverzichtbaren Beitrag, um die stetig steigenden Mobilitätsbedürfnisse in der Region umweltfreundlich und nachhaltig abzudecken.

Das bestehende Schienennetz der Glattalbahn soll nun durch das Zentrum der Stadt Kloten bis ins Gebiet Grindel an der Stadtgrenze zu Bassersdorf verlängert werden. Für das entsprechende Vorprojekt „Glattalbahn-Verlängerung Kloten“, in dem die Grundlagen für das Vorhaben erarbeitet werden, hat der Regierungsrat grünes Licht gegeben. Zusammen mit der Verlängerung der Glattalbahn werden ausserdem Massnahmen für den Hochwasserschutz entlang des Altbachs sowie eine Velohauptroute zwischen dem Flughafen und dem Steinackerquartier projektiert.

Die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG ist mit der Vorprojektierung der Glattalbahnverlängerung und der Gesamtkoordination aller drei Projektelemente beauftragt.

Drei in eins

Das Vorprojekt schafft die Voraussetzungen für die Entwicklung eines Bauprojektes für die Glattalbahn-Verlängerung. Gleichzeitig werden die Vorprojekte für den Hochwasserschutz des Stadtzentrums und des Flughafens Zürich sowie für die Realisierung der Velohauptroute in Richtung Bassersdorf bearbeitet. Diese beiden Projekte hängen zwar nicht sachlich, wohl aber räumlich und formell eng mit der Glattalbahn-Verlängerung zusammen.

Im Auftrag des Kantons Zürich

Auftraggeber für das Projekt sind die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, vertreten durch den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) und das Amt für Verkehr (AFV), sowie die Baudirektion des Kantons Zürich, vertreten durch das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) und das Tiefbauamt (TBA). Auftragnehmer ist die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG (VBG).

Organisation

Die VBG ist für die koordinierte Gesamtplanung verantwortlich. In der erweiterten Projektleitung nehmen Vertreter des AWEL, des AFV, des TBA, der Stadt Kloten, der Flughafen Zürich AG sowie des Zürcher Verkehrsverbunds Einsitz.

Glattalbahn-Verlängerung Kloten

Die Glattalbahn-Verlängerung verbessert die ÖV-Erschliessung von dicht besiedeltem Gebiet im Klotener Stadtzentrum markant. Es entsteht eine leistungsfähige Verkehrsbeziehung aus und in Richtung Flughafen, einem der besterschlossenen Orte der Schweiz. Gleichzeitig wertet die Verlängerung der Glattalbahn das Gebiet „Steinackerstrasse“ deutlich auf. Diese Aufwertung ist für die weitere Entwicklung der Stadt Kloten als attraktiver Wohn- und Arbeitsort zentral. Künftig sollen dort bis zu 4‘500 Personen wohnen und bis zu 7‘000 Menschen arbeiten. Eine rechtzeitige, zuverlässige und qualitativ gute Erschliessung dieses Gebiets mit dem öffentlichen Verkehr ist für die Stadt und auch den Kanton ein vordringliches Anliegen.

Streckenführung

Die Glattalbahn-Verlängerung Kloten hat den Ausgangspunkt an ihrer heutigen Endstation, Flughafen Fracht. Von dort führt sie über die Autobahn A51, quert die Obstgartenstrasse und folgt dem Altbach in Richtung Stadthaus und Industriestrasse. Sie führt weiter in die Steinackerstrasse und endet nach rund dreieinhalb Kilometern und voraussichtlich sechs Haltestellen an der Stadtgrenze zu Bassersdorf mit einer Wendeschlaufe im „Grindel“.

Prognosen gehen von rund 7‘000 Fahrgästen pro Tag auf diesem neuen Streckenabschnitt aus.

Hochwasserschutz

Die Gleise der Glattalbahn sollen über weite Strecken parallel zum Altbach verlegt werden. Bei Hochwasser stellt der Bach für die Stadt Kloten und für den Flughafen ein hohes Risiko dar. Daher soll der Hochwasserschutz des Altbaches im Rahmen des Projekts verbessert werden. Eine Vorstudie ergab als Bestvariante einen neuen Hochwasserentlastungskanal, der unterirdisch parallel zum Bach geführt wird. Dadurch wird es möglich, den Altbach auf dem Abschnitt des Entlastungskanals zu renaturieren und einen attraktiven Grünraum für die Bevölkerung zu schaffen.

Velohauptroute

Die im kantonalen Velonetzplan vorgesehene Velohauptroute und Fussgängerverbindung zwischen Flughafen, Fracht und Kloten, Steinacker wird im Projekt mitgeplant.

Meilensteine

  • Ende 2018: Start Vorprojekt
  • Ende 2019: Abschluss Vorprojekt
  • Infrastrukturkonzessionsgesuch an den Bund
  • Antrag für Planungskredit an Kanton
  • Entwicklung Bauprojekt
  • Antrag Baukredit an Kantonsrat
  • 2024: Möglicher Baubeginn
  • 2027: Mögliche Inbetriebnahme

Kontakt

Haben Sie Fragen zum Gesamtprojekt oder einem der drei Projektelemente Glattalbahn, Hochwasserschutz und Velohauptroute? Wir erteilen Ihnen gerne weitere per Mail (glattalbahn-kloten@vbg.ch) oder Telefon (044 809 56 00).

Medienmitteilungen

Glattalbahn 1. Etappe – ein Rückblick

Rund zwanzig Jahre liegen zwischen den ersten Ideen zur Glattalbahn und der Inbetriebnahme der ersten Etappe am 12. Dezember 2010. Wie die Vision der Glattalbahn zur Realität wurde, zeigt die Website Glattalbahn auf. Zahlreiche Fakten und Materialien zur Planung und zum Bau der Glattalbahn stehen dort allen Interessierten zur Verfügung.

Spannende Details und Hintergrundinformationen zu den einzelnen Haltestellen und Orten sind zudem unter Glattalbahn Seitenblicke zu entdecken. Weiter bietet die kartenbasierte Website virtuelle Touren zu den Themen „Mensch & Umwelt“, „Mobilität & Technik“ und „Raum & Identität“ sowie eine Bildstrecke mit Fotos „vorher & nachher“, welche die räumlichen Veränderungen aufzeigen.