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23. Generalversammlung: Mit Vollgas und angezogener Handbremse

Medienmitteilung vom 23. Juni 2021

Ein anspruchsvolles Jahr liegt hinter der VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG

Am 23. Juni 2021 fand die jährliche Generalversammlung am Hauptsitz der VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG in Glattbrugg statt. Die VBG wies für das Jahr 2020 einerseits einen Bestwert für die jährlich erhobene Servicequalität aus und blickte gleichzeitig auf eines der herausfordernsten Jahre in der Geschichte der VBG zurück.

Aufgrund der Pandemie fand die Generalversammlung erneut unter besonderen Umständen statt. Um die Personenzahl möglichst tief zu halten, vertrat ein Stimmrechtsvertreter vor Ort die Interessen der Aktionäre. Diesen war eine Jahresrechnung mit hohen Verlusten und ein infolge der Pandemie durchzogener Jahresbericht vorgelegt worden. Dennoch konnten sich auch erfreuliche Entwicklungen durchsetzen.

Bestwerte bei der Servicequalität trotz einschneidender Massnahmen

Als Folge der einschneidenden Massnahmen im letzten Jahr waren rund 26.6 Prozent weniger Fahrgäste mit der VBG unterwegs als im Vorjahr. Die Nachfrage sank über alle Regionen im Marktgebiet hinweg auf 28.6 Millionen Fahrgäste. Dies entspricht einem Rückgang von 10.4 Millionen Passagieren im Vergleich zum Vorjahr 2019. Der Betrieb des ZVV-Nachtnetzes blieb 2020 die meiste Zeit eingestellt. Erfreulicherweise konnte die Pünktlichkeitswerte der vergangenen Jahre erneut gesteigert werden. So erreichten 92.7% aller Fahrgäste ihr Ziel im Jahr 2020 pünktlich. Auch die Anschlusssicherheit konnte erneut verbessert werden und kletterte auf 98.5 Prozent. Dies wird sowohl auf das veränderte Mobilitätsverhalten im vergangenen Jahr als auch auf die weiterhin unternommenen Anstrengungen zur Optimierung des Betriebs zurückgeführt. Des Weiteren stellten die Fahrgäste der VBG erneut ein sehr gutes Zeugnis bei der Servicequalität aus. Diese konnte erneut um einen Punkt auf 79 Punkte gesteigert werden.

Innovationen und Projekterfolg trotz Corona

Das Coronavirus führte zu vielen neuen Herausforderungen. Der Betrieb musste trotz ausserordentlicher Fahrplananpassungen, wechselnden Hygienemassnahmen und der Umstellung auf Homeoffice weitergeführt werden. Nebst allen Herausforderungen bot 2020 jedoch auch erfreuliche Ereignisse. So konnte trotz der Umstände ein Ideen-Wettbewerb für eine neue Generation innovativer Haltestellen-Stelen ausgeschrieben und durchgeführt werden. Diese sollen 2021 in einem mehrmonatigen Pilotversuch getestet und abschliessend von einer Fachjury bewertet werden. Bei einem positiven Fazit würden sie künftig das heutige Haltestellen-Informationssystem mit dem markanten Rohrrahmen und der Haltestellen-Tafel ersetzen. Kurz vor Jahresschluss wurde noch ein Meilenstein für das Gesamtprojekt Glattalbahn-Verlängerung Kloten erreicht: Im Dezember bewilligte der Regierungsrat des Kantons Zürich einen weiteren Planungskredit für die Projektierungsarbeiten. Damit fand das Vorprojekt seinen erfolgreichen Abschluss und die VBG kann nun im Detail das Bauprojekt ausarbeiten.

Solide finanzielle Lage trotz Defizit

Die Pandemie schlägt sich auch im Finanzbericht der VBG nieder. Trotz eines aufgrund von Corona ausgelösten Sparprogramms muss erstmals in der Geschichte der VBG ein Verlust von rund 1.3 Millionen Franken in der Erfolgsrechnung ausgewiesen werden. Dank der in den vergangenen 15 Jahren erwirtschafteten Überschüsse ist die VBG in der Lage, den Verlust aus den vorhandenen und dafür vorgesehenen Reserven zu decken. Die finanzielle Lage kann angesichts der öV-Finanzierungsgrundlagen dennoch weiterhin als solide beurteilt werden.

#Medienmitteilung
Salome Dettwiler

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