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Über die VBG

Die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG ist im Auftrag des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) verantwortlich für den öffentlichen Nahverkehr im Glattal, Furttal und im Raum Effretikon/Volketswil. Sie wurde 1993 gegründet und gehört den Gemeinden im Marktgebiet und dem Kanton Zürich. Die VBG ist eine schlanke Managementorganisation, welche die zentralen Aufgaben übernimmt. Der Betrieb aller Bus- und Glattalbahnlinien wurde an Dritte übertragen. Der Geschäftssitz der VBG befindet sich in Glattbrugg.

Die VBG leitete zudem das Gesamtprojekt zur Erstellung der ersten Etappe der Glattalbahn. Das vernetzte Transportsystem durchs Mittlere Glattal entstand in drei Bauetappen. Die erste Bauetappe 1A1 wurde im Dezember 2006 mit der Verlängerung der Tramlinie 11 in Betrieb genommen, die zweite Bauetappe 1A2 mit der Glattalbahn-Linie 10 im Dezember 2008 und die dritte und letzte Bauetappe 1B ging im Dezember 2010 mit der Glattalbahn-Linie 12 in Betrieb.

Aktuell arbeitet die VBG im Auftrag des Kantons Zürich am dreiteiligen Gesamtprojekt „Glattalbahn-Verlängerung Kloten“.
Mehr Informationen zur Glattalbahn

Kennzahlen (per 01.01.2020)

VBG

Fahrgäste (2019): 39.0 Mio.

Personenkilometer: 97.8 Mio.

Linien: 54

Streckenlänge: 289 km

Haltestellen: 413

Anzahl Vollzeitstellen (VBG): 19

Anzahl Vollzeitstellen Transportbeauftragte (ohne Kooperationspartner VBZ): 300

Pünktlichkeit (2019): 89.4 %

Bus

Fahrgäste (2019): 29.5 Mio.

Personenkilometer (2019): 69.1 Mio.

Buslinien: 52

Nachtbuslinien: 4

Streckenlänge: 276.3km

Anzahl Fahrzeuge: 121

Haltestellen: 392

Glattalbahn

Fahrgäste (2019): 9.5 Mio.

Personenkilometer (2019): 28.7 Mio.

Glattalbahn-Linien (10 und 12): 2

Streckenlänge: 12.7 km

Anzahl Fahrzeuge: 21

Haltestellen: 21

Geschäftsbericht 2019

Der Startschuss für die Planung unseres Geschäftsberichts 2019 erfolgte – zurückblickend – in einer anderen Zeit. Wir waren voller Freude über ein für die VBG in vielerlei Hinsicht äusserst erfreuliches Jahr. Aktuell stehen wir vor grossen Herausforderungen nicht nur für die VBG, sondern für den gesamten öffentlichen Verkehr in der ganzen Schweiz. Dennoch, oder gerade deswegen, freuen wir uns über das erfolgreiche letzte Jahr und nehmen diese Freude als Motivation, die grossen Herausforderungen optimistisch, kreativ und tatkräftig anzupacken.

Wir glauben daran, dass künftig vermehrt auch wieder der Beitrag des öV zur nachhaltigen Lösung verschiedener Probleme in den Fokus rückt. Und was den Beitrag der VBG dazu angeht, so gilt unser Motto: Mit der VBG läuft’s glatt.

Meilensteine in der VBG-Geschichte

1990: Vision der Glattalbahn

  • Diskussion erster Ideen in den Glattalstädten und -gemeinden

1992: Gründung des Zweckverbands

  • Im Herbst 1992 beschliessen die Gemeinden Kloten, Rümlang, Opfikon-Glattbrugg und Wallisellen die Gründung eines Zweckverbands, der den öffentlichen Verkehr in der Region Glattal fördern und koordinieren soll.

1993: Gründung der VBG

  • Das junge VBG-Team – bestehend aus zwei Personen – bezieht Räumlichkeiten an der Sägereistrasse 24 in Glattbrugg; hier befindet sich der Geschäftssitz der VBG auch heute noch.
  • Die beiden ersten «Transportbeauftragten Unternehmen» (Maag Busbetrieb AG und VBZ) betreiben ein Netz von acht regulären und sechs Ortsbuslinien im Glattal (VBZ: 742, 759, 768, 781, 788, 797; Maag Busbetrieb AG: 761, 762, sowie 6 Ortsbuslinien in Wallisellen, Opfikon und Kloten).

1995: Glattalbahn-Trasseefestsetzung

  • Trasseefestsetzung im kantonalen Richtplan

1997: Gründung der VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG

  • Am 12. Dezember 1997 wird die bisherige VBG in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

1998: Projektleitung Glattalbahn

  • Glattalbahn: Übernahme der Gesamtprojektleitung durch die VBG

1999: Erweiterung Furttal

  • Die VBG übernimmt den Betrieb der Buslinien im Furttal.
  • Glattalbahn: Abschluss des Vorprojekts Einreichung des Infrastruktur-Konzessionsgesuchs

2000: Erweiterung Illnau-Effretikon und Volketswil/Greifensee

  • Die VBG übernimmt die Buslinien in den Regionen Illnau-Effretikon sowie Volketswil/Greifensee.

2001: Infrastrukturkonzession Glattalbahn

  • Glattalbahn: Erteilung der Infrastrukturkonzession durch den Bundesrat bis 2050

2003: 33 Buslinien und 14 Millionen Fahrgäste

  • In den ersten 10 Jahren ist die VBG ebenso rasant gewachsen wie ihr Marktgebiet. Die Zahl der betriebenen Buslinien stieg von 14 auf 33, die Zahl der Fahrgäste nahm von 6.1 auf 14 Millionen zu.
  • Die Statuten werden beim Unternehmenszweck um zwei Bereiche erweitert: «Führung und Betrieb eines öffentlichen Verkehrsnetzes in der Region Glattal und den angrenzenden Gebieten» sowie «Realisierung der Glattalbahn».
  • Glattalbahn: Annahme der Kreditvorlage durch die Stimmberechtigten des Kantons Zürich

2004: Eröffnung Bushof am Flughafen und Spatenstich zum Bau der Glattalbahn

  • Der Flughafen wird auch zur ÖV-Drehschreibe. Durchschnittlich alle 2 Minuten verlässt ein Bus oder Tram den Hub.
  • Glattalbahn: Erteilung der Plangenehmigung durch das Bundesamt für Verkehr und Spatenstich zum Bau der ersten Etappe Messe/Hallenstadion – Auzelg

2006: Einweihung der ersten Etappe der Glattalbahn

  • Der erste Abschnitt (Etappe 1A1) der Glattalbahn wird durch Bundespräsident Moritz Leuenberger und Regierungsrätin Rita Fuhrer eingeweiht. Auf ihr verkehrt vorerst die verlängerte Linie 11 bis nach Auzelg.
  • Spatenstich zum Bau des Glattalbahn-Abschnitts Glattpark – Flughafen Fracht (Etappe 1A2)
  • Einstellung der Buslinie 788.

2007: Neuer Markenauftritt

  • Die Fahrzeuge der VBG präsentieren sich in einheitlichem Design: Weiss mit blauen Seitenstreifen, beschriftet als «Glattalbus» und «Glattalbahn». Auch das Firmenlogo wird neu. Der grüne Punkt rund um das «V» versinnbildlicht, dass sich die VBG der Ökologie verpflichtet fühlt.

2008: Glattalbahn-Linie 10

  • Der zweite Abschnitt der Glattalbahn (Etappe 1A2) wird eröffnet. Auf ihm verkehrt die Glattalbahn-Linie 10 neu zwischen dem Hauptbahnhof Zürich und dem Flughafen.
  • Spatenstich zum Bau des dritten Glattalbahn-Abschnitts der 1. Etappe: Auzelg – Bahnhof Stettbach (Etappe 1B)
  • Pro Tag legen die Fahrzeuge der VBG über 16’000 km zurück. Über das ganze Jahr 2008 beträgt die Fahrleistung 306’000 Fahrplanstunden, in denen die Fahrzeuge 5’933’804 km zurücklegen.

2009: 4 neue Gemeinden, 100 neue Haltestellen

  • Dübendorf, Dietlikon und Wangen-Brüttisellen stossen neu zum Marktgebiet der VBG – und mit diesen Gemeinden 100 neue Haltekanten. Ebenfalls neu ist die elektronische Fahrgastinformation in den Fahrzeugen und an einzelnen Haltestellen.

2010: Glattalbahn-Linie 12

  • Im Dezember 2010 geht der dritte und letzte Abschnitt (Etappe 1B) der ersten Etappe mit der Glattalbahn-Linie 12 in Betrieb. Für die Strecke zwischen Auzelg und Bahnhof Stettbach waren mehrere aussergewöhnliche Bauprojekte (z.B. der Viadukt beim Glattzentrum) nötig.
  • Mit dem Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2010 werden auch zwei neue ÖV-Drehscheiben in Betrieb genommen: Die Bahnhöfe Wallisellen und Stettbach. Neu verkehren ausserdem vier VBG-Linien im «städtischen» 7.5-Minuten-Takt: 10, 768, 781 und 752.

2012: Einheitliche Dienstbekleidung

  • Das Fahrpersonal der VBG erhält eine neue, einheitliche Dienstbekleidung.

2015: Mehr als 30 Millionen Fahrgäste

  • Die VBG «knackt» die magische Marke von 30 Millionen Fahrgästen: Insgesamt waren in diesem Jahr 31’519’000 Fahrgäste mit den beiden Glattalbahnen und den 47 Buslinien unterwegs.
  • Im Dezember hat der grösste Fahrplanwechsel in der Geschichte des ZVV – und auch in der Geschichte der VBG – zur Folge, dass die VBG-Buslinien als Zubringer der S-Bahnen markant ausgebaut werden: 5 neue Linien, 6 neue Kursfahrzeuge, 28’000 zusätzliche Betriebsstunden, 453’000 Fahrzeugkilometer mehr.

2016: Immer noch pünktlicher

  • Trotz des grossen Netzausbaus Ende 2015 konnte die VBG dank akribischer Auswertung der Fahrzeiten sowie kontinuierlichen Verbesserungsmassnahmen ihre Pünktlichkeit (max. Verspätung von zwei Minuten) zwischen 2012 und 2016 von 81.5% auf 87.0% steigern. Dies ist ein Spitzenwert im ZVV.

2017: Relaunch Marke VBG

  • Der etablierte Markenauftritt der VBG wird sanft überarbeitet und geschärft. Die Unternehmensfarbe Grün wird verstärkt eingesetzt und bringt frischen Wind insbesondere in der Kommunikation und Werbung. Neu verkehren alle Fahrzeuge unter der Marke «VBG Glattal.Bahn.Bus».

2018: Jubiläum 25 Jahre VBG und Lancierung der „Innovationslinie 759“

  • Die VBG feiert 2018 ihr 25-Jahre-Jubiläum. Da sie in ihrer bisherigen Geschäftstätigkeit fast ununterbrochen von Wachstum begleitet worden ist, sollen im Jubiläumsjahr jene profitieren, die für diesen Erfolg massgeblich verantwortlich sind: Menschen im VBG-Marktgebiet. Ganz nach dem Motto «25 Jahre unterwegs für Sie». Deshalb initiiert die VBG nebst den Gute-Fahrt-Geschichten auch einen Wettbewerb für Vereine aus dem Marktgebiet, bei dem diese einen Zustupf für die Vereinskasse gewinnen konnten.
  • Am 7. November erteilt der Regierungsrat des Kantons Zürich der VBG den Auftrag zur Umsetzung des Vorprojekts für die Verlängerung der Glattalbahn vom Flughafen bis ins Gebiet Grindel an der Stadtgrenze von Kloten zu Bassersdorf.
  • Die VBG lanciert die „Innovationslinie 759“, auf der aktuelle Forschungsresultate rund um Fahrzeuge, Infrastruktur sowie Betrieb des öffentlichen Verkehrs im Alltag unter realen Bedingungen getestet werden können.

2019: Spitzenwerte für die VBG

  • Mit 78 von 100 möglichen Punkten erreicht die VBG bei der Kundenzufriedenheitsmessung einen neuen Spitzenwert. Auch die Pünktlichkeit konnte trotz zahlreicher Baustellen im Marktgebiet mit 89.4 % auf sehr hohem Niveau gehalten werden.

2020: Vorprojekt Glattalbahn-Verlängerung Kloten

  • Interner Abschluss des Vorprojekts „Glattalbahn-Verlängerung Kloten“. Dieses umfasst nebst der Verlängerung der Glattalbahn bis ans Ende von Kloten auch die Teilprojekte zur Verbesserung des Hochwasserschutzes mit einer Aufwertung des Altbachs sowie des Ausbaus der Velo- und Fusswege in der Region.

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ZVV – Zürcher Verkehrsverbund

Der Zürcher Verkehrsverbund ZVV wurde 1990 gegründet und ist der grösste Verkehrsverbund der Schweiz. Acht Verkehrsunternehmen – sogenannte Marktverantwortliche Verkehrsunternehmen (MVU) – teilen sich die regionalen Verantwortungen. Die VBG ist eines davon.