Nachts im Busdepot

Wenn der letzte Fahrgast abgesetzt ist, wartet im Busdepot ein volles Programm auf die VBG Busse 
Über Nacht zum neuen Glanz – aussen wie innen. Ein Besuch im Busdepot von Eurobus in Bassersdorf zeigt, was es alles für einen guten Start in einen neuen Bus-Tag braucht und weshalb jeden Morgen bestenfalls ein Fahrer zu viel auf dem Platz steht.

Wenn die VBG-Busse ihrem Feierabend entgegenfahren, ist die Sonne schon längst untergegangen. Viele Kilometer haben sie unter ihren Rädern weggerollt, haben viele Fahrgäste an ihr Ziel befördert und sich eine Pause wohl verdient. Und so wie das Zähneputzen vor dem Schlafengehen den Tag vieler von uns beendet, erwarten die Busse im Depot auch ein Ritual, bevor sie sich ausruhen dürfen. Ein genau definierter Prozess im Busdepot stellt sicher, dass kein Schritt vergessen geht und jeder Bus am richtigen Platz steht, bevor die Lichter im Busdepot gelöscht werden.

Eine XXL-Waschanlage für die ganz Grossen

Der erste Boxenstopp im Busdepot ist die Tankstelle. Rund 250 Liter Diesel und AdBlue vermag ein Tank eines Standardbusses zu schlucken. Vollgetankt geht’s zur Aussenreinigung. In der überdimensionalen Waschstrasse des Busdepots gelingt es mit Regenwasser, den Bus von oben bis unten vom täglichen Strassendreck zu reinigen. Aussen wie neu, wird der Bus an seinem Platz parkiert. Und wer meint, das würde irgendwo im Depot sein, der irrt. Eine akribisch durchdachte Disposition macht es möglich, dass die längeren Gelenkbusse optimal neben kürzere Standardbusse passen und der erste losfahrende Bus morgens nicht zuhinterst im Depot zu finden ist.

Vier fleissige Hände gegen Kaugummi und Sonnencreme

Für die Fahrdienstmitarbeitenden beginnt jetzt der Feierabend – für die zwei Mitarbeiter der Innenreinigung der Arbeitstag. Bereits um 19.30 Uhr stehen sie bereit. Pedro Almeida ist einer der beiden – und mit portugiesischem Temperament schwingt er den Putzlappen über die verschmutzten Stellen. Mit einem Spachtel hat er den platt getretenen Kaugummiresten auf dem Boden den Kampf angesagt. Und er weiss genau, hinter welchen Sitzen er noch eine liegen gelassene Zeitung oder eine weggeworfene Verpackung findet. Rund 20 Minuten braucht er für die normale Innenreinigung eines Busses und wird bis morgens kurz vor 4.00 Uhr im Einsatz stehen. Er zeigt auf Fettflecken an den Scheiben: Sonnencreme. Im Sommer bereiten die Scheiben einen grösseren Reinigungsaufwand, im Winter ist es der Boden mit Salzresten.

Erwachen morgens kurz nach 4.00 Uhr

Die Nacht im Busdepot ist kurz. Tagwacht ist bereits kurz nach 4.00 Uhr morgens. Dann treffen die ersten Fahrdienstmitarbeitenden ein und registrieren sich im System. Damit bestätigen sie ihre Anwesenheit und dass sie pünktlich den Dienst antreten können. Das ist notwendig, denn nur so kann zeitig reagiert werden, falls ein Fahrdienstmitarbeiter sich auf dem Weg ins Depot krankmelden muss oder verschlafen hat. Ein Pikett-Fahrer steht deshalb jeden Tag vor Ort bereit, um einzuspringen.

Auch für die Fahrdienstmitarbeitenden ist es noch früh. Im Aufenthaltsraum ist es ruhig, gesprochen wird noch wenig. Nur die Kaffeemaschine tut geräuschvoll ihren Dienst. Dann wird es Zeit für die ersten Fahrdienstmitarbeitenden.

Auch morgens gibt es einen klaren Ablauf, bevor der Bus das Depot verlässt. Jeder Fahrdienstmitarbeiter ist für den einwandfreien Zustand seines Busses verantwortlich. Deshalb prüft jeder das Fahrzeug äusserlich auf Schäden – wie beispielsweise kleine Kratzer oder beschädige Lichter. Wichtig ist auch die Kontrolle des «Einklemmschutzes» der Bustüren. Funktionieren die Sensoren nicht richtig, könnte ein Fahrgast von einer schliessenden Tür eingeklemmt werden. Auch der Innenraum des Busses wird in Augenschein genommen: Sind alle Prospekte aufgefüllt? Funktioniert der Entwerter? Befindet sich der Erste-Hilfe-Kasten am richtigen Ort?

Dann ist der grosse Moment da: Das Garagentor öffnet sich, der Motor springt an und der erste Bus rollt in die frische Morgenluft – bereit für den neuen Tag.

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